Retrospektive.

Die Preisträgerprojekte der letzten Jahre im Überblick.

Energy Efficiency Award 2018

2018 haben sich erneut mehr als 100 Energieeffizienzprojekte für den Energy Efficiency Award beworben. Davon kamen 72 Bewerber aus Deutschland, weitere 32 aus dem europäischen und internationalen Raum. Durch den Award wird in der Öffentlichkeit das Bewusstsein gestärkt,

wie Unternehmen real und vor Ort in ihrer Region einen Beitrag zur Erreichung deutscher und internationaler Klimaschutzziele leisten können – und dieser Beitrag auch weit über die Region hinaus als Vorbild dienen kann.

Preisträger 2018

Energy Efficiency Award 2017

Im Jahr 2017 hatten sich insgesamt 116 Energieeffizienzprojekte aus dem In- und Ausland für die Auszeichnung beworben. Auf dem dena-Kongress in Berlin wurde nicht nur der 40. Award an ein Unternehmen überreicht, auch konnten sich erstmals Unternehmen mit Konzepten für den neu ins Leben gerufenen

Publikumspreis des Energy Efficiency Award bewerben. Nach einem Pitch der einzelnen Konzepte stimmte das anwesende Fachpublikum in einem Live-Voting während der Preisverleihung für den jeweiligen Favoriten.

Preisträger 2017

Alle Preisträger seit 2007

2016

Als Hersteller von Outdoor-Sportartikeln wie Snowboards, Kite-Boards und Skiern, setzt CAPiTA auf eine umweltgerechte Produktion und nachhaltige Materialien. Für den neuen Produktionsstandort Feistritz entwickelte man deshalb gemeinsam mit den unabhängigen Energieexperten der Sattler Energie Consulting GmbH ein energieeffizientes Gesamtkonzept. Das ermöglichte von Beginn an eine systematische Betrachtung, in welche auch Wechselwirkungen einzelner Systeme sowie die Lebenszyklen der Anlagen einflossen. Im Ergebnis entschied man sich für jene Konzeptvarianten, welche die besten energetischen Ergebnisse im Gesamtkontext erzielten sowie für den Einsatz von Hocheffizienztechnologien. Das entstandene, vernetzte Wärme- und Kältekonzept wurde anschließend als Neubau umgesetzt. Besonders innovativ: eine zweistufige Kälteanlage, mit Ammoniak als natürlichem CO2-neutralem Kältemittel. Sie sorgt sowohl für die Kühlung als auch für die Bereitstellung von Wärme. In der ersten Stufe stellt sie Wärme für Räume bereit, in der zweiten Stufe Wärme auf höherem Temperaturniveau für Prozesse. Zusätzlich kann bei Bedarf aus einem nahe gelegenen Fluss Wärme entnommen und als Free-Cooling in den Fluss übertragen werden, womit sich der Energiebedarf der vernetzten Kältemaschine reduziert. Mittels dieser Kombination ist kein konventioneller Heizkessel erforderlich. Die gesamte Wärme wird durch die Wärme/Kälteanlage erzeugt. Durch den Wegfall des Heizölbedarfs und der gleichzeitigen Senkung des Strombedarfs ergeben sich hohe Energieeinsparungen.

Projektbeschreibung (PDF)

Die Pilkington Automotive Deutschland GmbH realisierte gemeinsam mit E.ON innerhalb eines Jahres ein integriertes Energieeffizienzprojekt. An ihrem Standort Aken in Sachsen-Anhalt wurde das gesamte Beleuchtungssystem auf LED-Technik umgestellt, die Klima- und Lüftungsanlagen erneuert sowie eine moderne Prozessleittechnik mit digitaler Echtzeit-Verbrauchsmessung implementiert. Im Bereich der Luftentfeuchtung wurde ein Technologiewechsel vollzogen: die Entfeuchtung erfolgt nun mittels Sorptionsrad anstatt mittels einer konventionellen Kälteanlage. Dadurch konnte die erforderliche Kälteleistung reduziert werden. Die für eine Regeneration des Sorptionsrads erforderliche Wärme stammt aus einem neu installierten Blockheizkraftwerk (BHKW). Die Kühltürme des Rückkühlsystems für den Autoklavenprozess wurden erneuert sowie die hydraulische Verschaltung des Rückkühlsystem optimiert. Während das Altsystem in einem konstanten Kühlwasserdurchfluss mit hohem Wassereinsatz geführt wurde, erlaubt die neue Lösung einen bedarfsoptimierten bzw. durchsatzbezogenen Betrieb des Autoklavenprozesses. Außerdem stand im Altsystem durch den konstant gehaltenen Kühlwasserdurchlauf im Sommer oftmals nicht ausreichend Kühlkapazität zur Verfügung, wodurch die Produktion verlangsamt werden musste – dies ist nun nicht mehr notwendig. Für die effiziente Aussteuerung aller Energieerzeugungs- und Verbrauchseinheiten nach ihren tatsächlichen Bedarfen wurde ein Gebäudeleittechniksystem installiert, dass alle relevanten Energie- und Produktionsanlagen inklusive ihrer Unterzähler integriert.

Projektbeschreibung (PDF)

An ihrem Immobilienstandort Neuss ersetzte die Thelen Holding GmbH eine alte, zentral befeuerte Warmluftheizung durch eine hocheffiziente, energiesparende Hallenheizungsanlage mit Infrarot-Dunkelstrahlern. Beraten durch die KÜBLER GmbH wurden insgesamt 84 Infrarot-Dunkelstrahler mit einer Gesamtleistung von 3.360 kW installiert. Sie erwärmen nicht wie bisher die gesamte Luftmasse der 15 Meter hohen Halle, sondern ausschließlich die Körper und Gegenstände. So entfallen Transmissions- und Lüftungsverluste einerseits und gesundheitsschädliche Staubaufwirbelungen andererseits. Ein weiterer Vorteil: die Infrarot-Dunkelstrahler besitzen eine kurze Aufheizzeit – eine kontinuierliche Beheizung der Arbeitsplätze auf hohem Temperaturniveau entfällt deshalb. Thelen setzte auf eine vollständige Dezentralisierung und untergliederte die Halle in einzeln, steuerbare Heizzonen. So können die Arbeitsplätze entsprechend der tatsächlichen Nutzungszeit effizient beheizt werden. Die Hallenheizungen wurden mit Wärmetauschern mit einer Gesamtleistung von 426 kW versehen. Ihre Restwärme wird zur Bürobeheizung genutzt. Gesteuert wird die Anlage digital, angebunden an die vorhandene Gebäudeleittechnik. Das Infrarotsystem bietet neben einem geräuscharmen Betrieb die Möglichkeit, gezielt auch einzelne Arbeitsplätze zu beheizen.

Projektbeschreibung (PDF)

Die Rauschert Heinersdorf-Pressig GmbH ist ein Hersteller von technischen Keramikprodukten. Für das Unternehmen stellen die Energiekosten mit ca. 10 Prozent des Umsatzes einen wesentlichen Kostenfaktor dar. Doch die Einführung eines integrierten Energiemanagementsystems, das eine nachhaltige Kostensenkung hätte herbeiführen können, scheiterte an den hohen Kosten für Sensoren und deren Installation an den einzelnen Messstellen. Im Zuge dieser Erkenntnis entschloss sich das Unternehmen, eigene Sensoren zu entwickeln, um sowohl die internen keramischen Fertigungsprozesse zu analysieren, als auch daraus ein Produkt für die eigene Anlagenbausparte anzubieten. In Kooperation mit dem Fraunhofer Institut IIS wurde so ein Stromsensor realisiert, der den Strom durch 8 Hall-Sensoren, die den Leiter ringförmig umschließen, in einer Genauigkeit von +/− 0,5 % misst. Ein integrierter Spannungsabgriff ermöglicht die exakte Ermittlung der Leistungswerte, wie z. B. die Wirkleistung, Scheinleistung und Oberwellen. Eine Klemmvorrichtung erlaubt die Installation ohne Trennung des Kabels und ohne Abschaltung des Stroms innerhalb weniger Minuten auch an Stellen mit geringem Platzangebot. Auch kann der Messtakt auf 20 Millisekunden reduziert werden, so dass auch die Strommessung für eine detaillierte Prozessüberwachung genutzt werden kann. Die Messtechnik ist interoperabel angelegt und kann mit allen gängigen   Betriebsdatenerfassungs- oder Energiemanagementsystemen genutzt werden. Zudem hat Rauschert gemeinsam mit der DIENES Apparatebau GmbH eine Software entwickelt, die nicht nur die Stromdaten erfasst und systematisch aufbereitet, sondern diese auch in Echtzeit mit anderen gemessenen Daten verknüpft.

Projektbeschreibung (PDF)

2015

Die Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG hat ein nachhaltiges Konzept für Energieeffizienz im Lebensmitteleinzelhandel entwickelt und dieses in seiner neuen Filialgeneration ECO 2 LOGISCH umgesetzt. Das ganzheitliche Konzept für den Bau und den Betrieb der Filialen entstand in Zusammenarbeit mit dem Beratungs- und Ingenieurunternehmen Drees & Sommer und wurde zwischen 2009 und 2014 an insgesamt 217 Standorten umgesetzt. Das Herz der neuen Filialgeneration ist die Integralanlage, deren Entwicklung von Lidl angestoßen und gemeinsam mit der FUTRON GmbH im Detail weiterentwickelt wurde. Mit dieser Anlage wird Kälte für die Kühltruhen und die Klimatisierung erzeugt. Gleichzeitig kann mit der Abwärme das gesamte Gebäude beheizt und somit im Vergleich zu einer herkömmlichen Filiale 100 Prozent der Heizenergie eingespart werden. Durch den aktivierten Betonkern arbeitet dieses System besonders effizient. Auch bei der Ausstattung setzt Lidl auf energieeffiziente Technologien: Die Tiefkühl-  und Kühltruhen besitzen eine besonders effiziente Geräteenteisung.  Zudem werden durchgängig LED-Leuchtmittel eingesetzt, nicht nur im Verkaufsraum, sondern auch in allen Kühltruhen, im Eingangsbereich sowie in der Parkplatzbeleuchtung. 

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Die Bauer Unternehmensgruppe hat mit gezielten kleinen und großen Energieeffizienzmaßnahmen und der Einführung eines Energiemanagementsystems sowie eines Umweltmanagementsystems ihren Energieverbrauch nachhaltig gesenkt und CO2-Emissionen eingespart. Bei der Identifizierung der Potenziale und der Umsetzung der Maßnahmen wurde das Familienunternehmen vom „Lernenden Energieeffizienz-Netzwerk“ (LEEN)  München-Oberbayern unterstützt. Während der dreijährigen Projektlaufzeit setzte Bauer zahlreiche Maßnahmen im Bereich  der Gebäudehülle, der Warmwassererzeugung und der Gebäudeheizung um und minderte so nachhaltig den Wärmebedarf.  Für die Drucklufterzeugung wurden neue, besonders energieeffiziente Kompressoren mit einer bedarfsorientierten Steuerung installiert. Die Arbeitsplätze und das Betriebsgelände wurden mit regelbaren T5-Leuchtstoffröhren und LED-Leuchtmitteln ausgestattet. Energieeffizienz hat einen festen Platz in der Unternehmenspolitik und im Alltag der Mitarbeiter eingenommen. Durch kontinuierliches Monitoring des Energieverbrauchs und durch die Sensibilisierung und Motivation der Mitarbeiter können zukünftig weitere Projekte zur Energieeinsparung umgesetzt werden.

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Die InfraLeuna GmbH ist Eigentümerin und Betreiberin der Infrastruktureinrichtungen am Chemiestandort Leuna. Durch einen unternehmensübergreifenden Ansatz reduzierte sie den Erdgasverbrauch und die CO2-Emissionen im Chemiepark erheblich. Die Grundlage bildete eine umfassende Analyse des gesamten Dampfversorgungssystems einschließlich des tatsächlichen Dampfbedarfs und der Dampfverwendung bei ihren Kunden. Im Ergebnis konnte das Unternehmen zahlreiche Energieeffizienzpotenziale identifizieren. Zwischen 2012 und 2015 setzte InfraLeuna dann mehrere Maßnahmen zur Nutzung von Abhitzedampf zugunsten einer effizienten Belieferung der Kunden mit Prozessdampf um. Der Einbau eines Thermokompressors in eine Teilanlage der ansässigen Raffinerie erschloss die bis dahin nicht verwertbare Abhitze für die Niederdruckdampferzeugung. Besonders hohe Energieeinsparungen konnten mit der vertraglichen und technischen Anbindung einer Anlage zur Verbrennung von kommunalen  Abfällen erzielt werden. Durch die anforderungsgerechte Dampfausspeisung und die Integration in das Mitteldruckdampfsystem des Standortes wird fossiles Erdgas ersetzt und somit CO2-Emissionen vermieden.

Projektbeschreibung (PDF)

Die Bharat Forge Limited hat an ihrem Produktionsstandort Pune in Indien eine energieeffiziente, bedarfsgerechte Steuerung der  zentralen Kälteerzeugung eingeführt. Das Unternehmen ersetzte die manuelle Regelung der Kühlturmleistung durch eine automatische Regelung mit einer speicherprogrammierbaren  Steuerung (SPS). Zudem wurde die Leistung des Kühlturms an den tatsächlichen Bedarf angepasst. Ermittelt wird dieser mit Hilfe von Sensoren, die das aktuelle Temperaturniveau in den Kälteleitungen und den Betriebszustand der 15 Produktionsmaschinen erfassen. Zusätzlich wurden tageszeitabhängige Parameter hinterlegt, wodurch der Kühlturm in Pausenzeiten und an arbeitsfreien Tagen abgeschaltet wird. Den Kältefluss reguliert eine energieeffiziente, drehzahlgeregelte Pumpe. Bereits 2008 führte Bharat Forge Limited ein Energiemanagementsystem ein und entwickelte eine betriebliche Energieeffizienzstrategie. Über das unternehmensweite Online-Energiemanagementsystem können  die Energieflüsse jederzeit kontrolliert und in einem kontinuierlichen Prozess weiter optimiert werden. Für die Zukunft sind weitere Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz geplant, wie zum Beispiel der Einbau weiterer energieeffizienter Pumpen und Motoren. 

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2014

Die Aluminium Norf GmbH verfolgte das Ziel, walzwarme Aluminiumbänder ohne Temperaturverlust zur weiteren Verarbeitung in Öfen einzufahren. Ein Ansatz entgegen der bisherigen Praxis, bei der vom Walzprozess erhitzte Aluminiumbänder auf unter 60 Grad Celsius abgekühlt und anschließend –  zugunsten prozesssicherer Bedingungen – wieder auf 480 Grad Celsius Glühtemperatur aufgeheizt werden. Für dieses Ziel errichtete das Unternehmen ein bisher industriell noch nicht angewandtes Anlagenkonzept und realisierte den großtechnischen Einsatz einer energieeffizienten Glühofenanlage mit Schutzgasvorwärmung und einem übergeordneten Steuerungskonzept. Der thermische Zustand jedes Aluminiumbands und der energetisch ideale Betrieb der Öfen sowie einzelner Brennerzonen werden computergesteuert. Ein Temperaturmesskonzept nutzt die Regelung der Einzelbrenner bei einer gleichzeitig verringerten Anzahl von Brennern.

Projektbeschreibung (PDF)

Das Lebensmittelunternehmen Moll Marzipan GmbH setzte ein Maßnahmenpaket zur bedarfsgerechten Energieoptimierung seiner Produktionsanlagen um. Zu den ergriffenen Einzelmaßnahmen zählte beispielsweise der Umbau der Luftmengensteuerung einer Mandelröstanlage von Klappensteuerung auf einen drehzahlgeregelten Betrieb. Ebenso wurde die Kaltwasserversorgung energetisch optimiert durch das Anheben der Solltemperaturen, die Einbindung der Außenkühlung sowie eine verbesserte Steuerung. Auch im Rahmen der Produktionsplanung wurden Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung durchgeführt. So konnte aufgrund einer erhöhten Trocknerleistung auf die sonst erforderliche Nachtrocknung von Produkten verzichtet werden. Bei den Druckluftanlagen setzte das Unternehmen nicht nur auf technische Faktoren wie die Steuerung der Drucklufterzeugung, sondern besonders auch auf die Mitarbeiter: Auszubildende, organisiert als „Druckluftpolizei“, suchten und reparierten kontinuierlich Druckluftleckagen. Zur Dokumentation wurde ein Energiecontrolling-System eingeführt.

Projektbeschreibung (PDF)

2011 startete die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH das Programm „Resource Efficiency 2015“ mit dem Ziel, den gesamten Ressourcenverbrauch im Unternehmen bis zum Jahr 2015 gegenüber dem Basisjahr 2010 um 25 Prozent zu senken. Die Vielzahl an Energieverbrauchern und die unterschiedlichen  Ausprägungen in den Fabriken machten eine systematische  Vorgehensweise notwendig, die aus fünf Einzelschritten bestand: 1. Erfassung und Analyse der Prozesse mit relevantem Energieverbrauch, 2. Pilotierung der Prozessoptimierung der energieintensiven Prozesse, 3. Erstellung von Leitfäden anhand der gewonnenen Erkenntnisse zur Optimierung der Prozesse,  4. Kampagnen zur Nutzung der Leitfäden mit Zielvorgaben zur  Umsetzung an den einzelnen Standorten, 5. Controllingsystem. 

Projektbeschreibung (PDF)

2013

Ein effizienter Energieeinsatz ist schon seit ca. 40 Jahren Bestandteil der Unternehmensstrategie der Salzgitter Flachstahl GmbH. 2009 initiierte die Firma das Projekt „EE EnergieEffizienz“ mit dem Ziel, noch vorhandene Einsparpotenziale zu identifizieren und Effizienzmaßnahmen nach technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu implementieren. Zur strukturierten Verwaltung aller Einzelmaßnahmen wurde eine Datenbank aufgebaut, in der alle Ideen und Maßnahmen des Projekts „EE Energie Effizienz“ aufgenommen und beschrieben sind. Dadurch werden die Mitarbeiter kontinuierlich über den Projekt­ fortschritt informiert und zu eigenen Ideen in Bezug auf die Energie­verbrauchssenkung motiviert. Bis März 2013 wurden insgesamt 234 Energieeffizienzmaßnahmen in die Datenbank aufgenommen und 118 davon umgesetzt.

Projektbeschreibung (PDF)

Die erecon AG wird für die Erhöhung der Energieeffizienz ihres Rechenzentrums ausgezeichnet. Um den dort anfallenden Stromverbrauch zu reduzieren, wird die Betriebstemperatur der Server nicht wie üblich auf 19 bis 21 °C, sondern nur auf 35 °C gesenkt. So kann der Stromverbrauch für die Kühlung deutlich reduziert werden. Um den Energieverbrauch weiter zu senken, erhielten die Rechner nicht nur eine Einhausung und eine Kaltgang-Warmgang-Ausrichtung. Zusätzlich wird auch kühle Außenluft zur Klimatisierung des Rechenzentrums verwendet (freie Kühlung). Darüber hinaus dient die anfallende Abwärme der Server zur Heizung der Büros. Zudem wird bei der Ausstattung des Rechenzentrums auf besonders  energiesparende Komponenten geachtet. Die kontinuierliche Anpassung der Serveranzahl an das Datenaufkommen verbunden mit einer Server-Virtualisierung brachte weitere Energieeinsparungen. Ein dauerhaft eingeführtes Energiemanagementsystem für den Rechenzentrumsbetrieb sorgt für eine kontinuierliche Energieoptimierung auf der Basis klar definierter Ziele zur Verbrauchs- und  Kostenreduktion. Für die Beschaffung von Geräten und Anlagen wird  eine Lebenszykluskosten-Berechnung durchgeführt und bei der Angebotsbewertung berücksichtigt. Das Rechenzentrum der erecon AG trägt seit 31. August 2012 das Umweltzeichen RAL-UZ 161: den „Blauen  Engel“ für einen energieeffizienten Rechenzentrumsbetrieb.

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Das Caféhaus LANGES e. K. („Das Caféhaus“) verfolgt seit 2006 eine systematische Reduzierung seines Energieverbrauchs. Auf Basis einer detaillierten Analyse des Energieverbrauchs im Betrieb hat das Caféhaus ineffiziente Geräte und Anlagen durch moderne, energie­effizientere Modelle ersetzt. Es wurden beispielsweise sämtliche Beleuchtungsanlagen für den Cafébetrieb, die Außenwerbung und die Produktionsräume konsequent auf energiesparende LED ­Leucht­mittel umgestellt. Um den Stromverbrauch durch die Beleuchtung  weiter zu reduzieren, wurden in Kühlräumen und Fluren Präsenz­ bzw. Bewegungsmelder installiert. Die alten Heizungspumpen wurden durch neue, elektronisch geregelte Heizungspumpen der Energie­effizienzklasse A ersetzt. Stromlastspitzen werden mithilfe einer zentra­len Spitzenlastmanagementanlage vermieden. Außerdem wurden zu den technischen Energieeffizienzmaßnahmen die Arbeitsabläufe bei der Produktion optimiert, um Energie nachhaltig einzusparen. Bei sämtlichen Energieeffizienzmaßnahmen werden alle Mitarbeiter des Unternehmens integriert und zur Umsetzung motiviert. so erhielten sie unter anderem externe Fortbildungen zu den Möglichkeiten und dem aktuellen Stand von Energieeffizienzmaßnahmen  im Handwerk.

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Die EJOT Fastening Systems Co. Ltd. wird für den energieeffizienten Neubau einer 8.000 m2 großen Produktionshalle ausgezeichnet. Bei der Planung der Halle legten die Architekten von BMP Construction Consulting 1 einen besonderen Schwerpunkt auf eine energieeffiziente Lüftung und die Nutzung von Geo- und Solarthermie. Dazu installierten sie eine Wärmepumpe mit einer Leistung von 700 kW und  hoher Leistungszahl, die die benötigte Wärme über 150 Bohrungen aus dem Erdreich bezieht. Das geothermische Wärmepumpensystem wird nun zum Kühlen und Heizen sowie zur Bereitstellung von  Prozesskälte genutzt. Zusätzlich wird mithilfe von auf dem Dach installierten Solarwärmekollektoren ein Großteil des Wassers für Waschräume, Duschen und  die Kantine erhitzt. Das energieeffiziente Schichtlüftungssystem der Produktionshalle wurde in die Zwischengeschosse integriert. Dies reduziert die Länge der Luftkanäle und dadurch auch die Energieverluste. 

Projektbeschreibung (PDF)

2012

Seit 2001 führt HARTING ein konsequentes Energiemanagement durch, um sämtliche energieverbrauchenden Anlagen zu analysieren und sukzessive zu optimieren. Mit der Vielzahl von Maßnahmen, die in den vergangenen zehn Jahren umgesetzt wurden, hat das Unternehmen systematisch hohe Energie-effizienzpotenziale realisiert. Der Schwerpunkt der durchgeführten Maßnahmen lag auf der Runderneuerung der Wärmeversorgung in allen Werken am Standort Espelkamp. Dazu gehörten der Einbau neuer, an den Bedarf angepasster Brennwertkessel, der Einsatz drehzahlgeregelter Umwälzpumpen im Kesselhaus und in den Unterverteilungen sowie die Installation von Wärmerückgewinnungssystemen in mehreren Gebäuden. Außerdem wurden in allen Werken mit Biomethan betriebene BHKWs zur Wärme- und Stromerzeugung in Betrieb genommen.

Projektbeschreibung (PDF)

famila erbaute 2008 in Kiel-Wik ein Einkaufszentrum, das sich durch ein innovatives Energiekonzept auszeichnet. Das Projekt war Teil der Innovativen Bauausstellung ® Kiel 2008. Zahlreiche energetische Maßnahmen wurden mit Mitteln in Höhe von 200.000 Euro vom Schleswig-Holstein-Fonds gefördert. Ziel der Planung war es, den Energieverbrauch des Gebäudes zu minimieren und zusätzlich den verbleibenden Bedarf aus regenerativen Energiequellen zu decken. So erfolgt die Wärme- und Kälteerzeugung des Handelsmarkts durch eine Verbundanlage, auf eine konventionelle Heizung wird vollständig verzichtet. Die Abwärme der Kälteanlage wird energetisch genutzt und deckt rund 90 Prozent des gesamten Wärmebedarfs des Gebäudes. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen erfolgt eine zusätzliche Beheizung über eine erdgekoppelte, umschaltbare Wärmepumpe. Die Lüftungsanlagen sind mit hocheffizienten Systemen zur Wärmerückgewinnung ausgestattet. Durch eine optimierte Tageslichtnutzung, hocheffektive Reflektoren im Verkaufsraum sowie den Einsatz von LED kann der Energieaufwand für künstliches Licht auf ein Minimum reduziert werden

Projektbeschreibung (PDF)

Zur Erweiterung des Firmenhauptsitzes hat Endress+Hauser Conducta zwischen 2007 und 2012 einen energieeffizienten Gebäudekomplex für Produktionsstätten, Büros, Labors und ein Besucherzentrum errichtet. Umfassende Energieeffizienzmaßnahmen minimieren dabei den Energieverbrauch für Heizung, Lüftung, Klimatisierung, Beleuchtung, Informationstechnik und Transport. Ein gasbefeuertes Blockheizkraftwerk erzeugt Heizwärme und Strom. Die zur Frischluftversorgung erforderliche Außenluft wird durch sechs in der Erde verlegte Röhrenkollektoren angesaugt und so im Sommer vorgekühlt bzw. im Winter vorgewärmt. Weitere Einsparungen bei der Lüftung und Klimatisierung konnten durch die Aktivierung des Betonkerns im gesamten Gebäude erzielt werden. Zudem wird kühle Nachtluft zur Klimatisierung des Gebäudes genutzt. Die erzeugte Wärme und Kälte wird jeweils in Pufferspeichern gesammelt, bevor die Medien in den Gebäuden weiterverteilt werden.

Projektbeschreibung (PDF)

2011

Um Energieeffizienzpotenziale kontinuierlich auszuschöpfen, betreibt die Firma SCA Hygiene Products das interne Energieeinsparungsprogramm „Key19 esave“. Im Rahmen dieses Programms führte SCA Hygiene Products seit 2003 mehr als 622 Projekte an seinen deutschen Werken zur Energieeffizienzsteigerung durch. Der Schwerpunkt der Maßnahmen lag dabei auf kontinuierlichen Prozessoptimierungen unter der aktiven Einbeziehung aller Mitarbeiter. Viele Maßnahmen betrafen die Querschnittstechnologien wie beispielsweise die Druckluft- und Pumpensysteme sowie die Wärmeerzeugung. In der Summe konnte das Unternehmen somit zwischen 2003 und 2010 den Energieverbrauch seiner vier deutschen Werke Mannheim, Kostheim, Neuss und Witzenhausen um insgesamt rund 220 Gigawattstunden pro Jahr senken. Zwei Drittel der Einsparungen konnten dabei durch Maßnahmen erzielt werden, für die keine oder geringe Investitionen erforderlich waren. 

Projektbeschreibung (PDF)

Die Produktionsprozesse von Molkereien sind aufgrund ihres hohen Wärme- und Kältebedarfs sehr energieintensiv. Um Energieverbrauch und Kosten zu senken, hat sich das Unternehmen Heideblume Molkerei  für ein Contracting mit einem Energiedienstleister entschieden.  HOCHTIEF Energy Management übernahm die vorhandenen Anlagen und tätigte zwischen 2006 und 2011 Investitionen in die energetische Optimierung der Systeme zur Versorgung mit Wärme, Kälte und Druckluft sowie in die Optimierung des Strombedarfs der betriebseigenen Kläranlage. In der Summe konnten dadurch Einsparungen in Höhe von 12,6 Gigawattstunden pro Jahr erzielt werden.

Projektbeschreibung (PDF)

Das Südbayerische Portland-Zementwerk hat eine innovative großtechnische Anlage zur Minderung von Stickstoffoxid-Emissionen (NO x ) erbaut, die die Abwärme der Kühlluft aus der Klinkerproduktion nutzt. Zementklinker wird in einem Hochtemperaturprozess hergestellt, der mit einem hohen spezifischen Energieverbrauch und hohen NO x -Emissionen verbunden ist. Durch selektive katalytische Reduktion (SCR) wird der Anteil an NO x -Emissionen in den Abgasen stark reduziert. Das für den SCR-Prozess in Reingasschaltung erforderliche Aufheizen des Ofenabgases erfolgt in konventionellen SCR-Anlagen in der Regel mit Hilfe von Gasbrennern. Das Südbayerische Portland-Zementwerk hat im März 2011 die weltweit erste so genannte Reingas-SCR-Anlage in der Zementindustrie in Betrieb genommen,  welche mithilfe einer intelligenten Abwärmenutzung das Ofenabgas aufheizt. Ein neuer Pendelrostkühler ermöglicht die Nutzung der Abwärme des Klinkerkühlers und ein dem Katalysator-Prozess nachgelagerter Wärmeübertrager erlaubt es, die Abgas-Restwärme zu  nutzen. Durch diese konsequente Abwärmenutzung können rund 20 Gigawattstunden Erdgas eingespart werden, da die Erhitzung  des entstaubten Abgases mit Gasbrennern entfällt.

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2010

Bereits im Jahr 2005 haben die Viessmann Werke mit der energetischen Optimierung des Standorts Allendorf (Eder) begonnen. Dabei wurden im Rahmen eines strategischen Energiemanagements gezielt Energieeffizienzmaßnahmen geplant und umgesetzt. Basierend auf einer gründlichen Analyse der Energie-, Ressourcen- und Arbeitseffizienz wurde das über Jahre gewachsene Werk völlig neu ausgerichtet. Sowohl die technischen Anlagen als auch die Gebäudehüllen wurden energetisch modernisiert. Unter anderem wurde die Wärmerückgewinnung zentralisiert, um im Energieverbundsystem alle anfallenden Abwärmeströme nutzen zu können. Allein damit spart das Unternehmen pro Jahr rund 600.000 Euro Energiekosten.

Projektbeschreibung (PDF)

SMA hat für ihre neue Wechselrichterfabrik ein Energiekonzept umgesetzt, das den Energiebedarf in der Produktion minimiert und die noch benötigte Energie aus erneuerbaren Energiequellen bereitstellt. Die Basis des Konzepts bilden die konsequente Ausnutzung der anfallenden Prozesswärme und der Einsatz energieeffizienter Technologien. So setzt das Unternehme beispielsweise Leuchten mit besonders hohem Wirkungsgrad ein, die in Abhängigkeit vom verfügbaren Tageslicht geregelt werden. Die Beleuchtungsanlage ist bei SMA einer der größten Energieverbraucher, da in der Elektronikfertigung eine Beleuchtungsstärke von 1.000 Lux notwendig ist. Insgesamt konnte das Unternehmen den Energieverbrauch im Vergleich zu konventionellen Technologien um über drei Millionen Kilowattstunden pro Jahr reduzieren.

Projektbeschreibung (PDF)

Für eine neue Produktionsstätte in Vietnam hat Saigon TanTec ein integriertes Energie- und Umweltmanagement umgesetzt. Kernelement ist ein innovatives Benchmarking-Verfahren, in dessen Rahmen vorhandene firmeninterne und externe Benchmarks, zum Beispiel bezogen auf den Energieeinsatz pro Werkstück, mit der eigenen Produktion verglichen werden: Für einen Quadratmeter Leder setzt Saigon TanTec nur durchschnittlich 33 Megajoule Energie ein. Der Branchenstandard liegt bei zirka 52 Megajoule. Der Energiebedarf wurde unter anderem mithilfe von Optimierungen der Gebäudehülle, der Beleuchtungs- und Klimatechnik sowie von Produktionsabläufen gesenkt.

Projektbeschreibung (PDF)

2009

Das Unternehmen ebm-papst hat für einen Werksneubau eine Lösung realisiert, die den gesamten Wärmebedarf der Werksgebäude über vorhandene Wärmelasten deckt. Die Beheizung erfolgt vollständig durch Nutzung der Abwärme aus der Produktion. Bei der Auswahl der Komponenten wurde auf modernste, energieeffiziente Technologien geachtet. So konnte ebm-papst die Energiekosten des Werkes für Heizung, Lüftung und Kühlung um 91 Prozent und damit um 87.000 Euro pro Jahr senken. Auf andere produzierende Unternehmen mit großen inneren Wärmelasten in den Werkshallen lässt sich das Projekt sehr gut übertragen.

Projektbeschreibung (PDF)

Der Brauerei Bosch gelang es, den Brauprozess durch innovative Technik energieeffizienter zu gestalten. Sie hat ein neu entwickeltes Verfahren zur Würzekochung zum ersten Mal im industriellen Maßstab implementiert, das den Energiebedarf für die Ausdampfung unerwünschter Aromastoffe aus der Bierwürze erheblich senkt: die Rektifikationswürzekochung. Diese beruht auf dem Prinzip der mehrstufigen Destillation. Die Brauerei hat damit dazu beigetragen, eine neue innovative und energieeffiziente Technologieentwicklung zur Marktreife zu bringen. Mithilfe dieser Technik konnte die Brauerei den Energieverbauch bei der Würzekochung um 80 Prozent und somit um 21.000 Euro pro Jahr reduzieren. Das Projekt zeigt, wie sehr sich eine Steigerung der Energieeffizienz auch für kleine und mittlere Unternehmen auszahlt.

Projektbeschreibung (PDF)

Evonik hat ein konzernweites Energiemanagement im Unternehmen etabliert, mit dem die bisher beteiligten Standorte bis zu 25 Prozent ihrer Jahresenergiekosten einsparen können. Ein Bestandteil des Energiemanagements sind interdisziplinäre Expertenteams, die alle energierelevanten Prozesse analysieren und Maßnahmenvorschläge entwickeln. Ein Beispiel für eine solche Effizienzmaßnahme ist die Optimierung der thermischen Nachverbrennungsanlage am Standort Münchsmünster. Dadurch konnten die Energiekosten der Nachverbrennung um mehr als 70 Prozent und damit um 680.000 Euro pro Jahr gesenkt werden.

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2008

Die Festo AG & Co. KG hat am Standort St.  Ingbert/Rohrbach zur Steigerung der Produktionskapazität in 2004 und 2005 Erweiterungsbauten errichtet. Ziel war es dabei, den zukünftigen Energieverbrauch des Standortes zu minimieren. Dafür wurde die Energieeffizienz konsequent als Planungsparameter berücksichtigt. So konnten beispielsweise für die Raumklimatisierung und die Druckluft- und Elektrizitätserzeugung anspruchsvolle, innovative Lösungen mit modernen, energieeffizienten Technologien entwickelt werden. Verglichen mit einer konventionellen Planung spart die energieeffiziente Umsetzung der Standorterweiterung 38 Prozent des jährlichen Energieverbrauchs und der entsprechenden Energiekosten.

Projektbeschreibung (PDF)

Kernelement des Projekts im Mercedes-Benz Werk Untertürkheim war der Aufbau eines Energiemanagements unter dem Leitsatz  „Energieeinsatz nur dann, wenn notwendig“.  Das Energiemanagement wurde mit aktiver Einbindung der Mitarbeiter, hohem Engagement des Managements und konsequenter Erfolgskontrolle implementiert. Dafür wurde ein weitreichendes Maßnahmenpaket unter Einbeziehung von Technik, Administration  und Mitarbeiterverhalten entwickelt und umgesetzt. Als zentrale technische Maßnahmen wurden die Kühlung, die Wärmerückgewinnungsanlagen und die lufttechnischen Anlagen optimiert. Durch die Übertragung der Betriebszeiten der Versorgungsanlagen zur Gebäudeleittechnik werden die Betriebszeiten von Lüftung und  Beleuchtung regelmäßig synchronisiert und an den tatsächlichen  Bedarf angepasst. Während produktionsfreier Zeiten werden jetzt die nicht benötigten Anlagen abgeschaltet. Um eine langfristige Wirksamkeit des Projektes zu gewährleisten, wurde die Maßnahmenumsetzung administrativ in einen betrieblichen Managementprozess eingebettet.

Projektbeschreibung (PDF)

Die Reinigung des Abwassers aus der Produktion erfolgte bei der Leiber GmbH in Bramsche bisher in einer Abwasseranlage, in der die Schmutzstoffe mittels aerober Bakterien abgebaut wurden.  Der Sauerstoffeintrag in die Abwasserreinigungsanlage war ein sehr energieintensives Verfahren. Weiterhin entstand dabei eine beträchtliche Menge Schlamm, der unter Chemikalieneinsatz entwässert und entsorgt werden musste. Im Zuge des Ausbaus der Abwasseranlage auf die doppelte Kapazität wurde das Konzept der  Abwasserreinigung überprüft und eine anaerobe Verfahrensweise ausgewählt. Diese Abwasserreinigungsanlage hat einen erheblich reduzierten Stromverbrauch sowie Chemikalieneinsatz und erzeugt weniger Abfall. Das im Zuge der Abwasserreinigung erzeugte Biogas wird in einem Blockheizkraftwerk (BHKW ) zur gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme genutzt. Der im BHKW erzeugte  Strom wird in das Netz eingespeist. Die anfallende Wärme wird innerbetrieblich und in einem Nachbarbetrieb genutzt.

Projektbeschreibung (PDF)

Im Rahmen eines kontinuierlichen Prozesses zur Verbesserung des Betriebsablaufs bekamen Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen der  BHS tabletop AG am Produktionsstandort Weiden den Auftrag, die Stromverbräuche im gesamten Betrieb zu untersuchen und Einsparpotenziale zu identifizieren. Zielvorgabe war es, den Stromverbrauch um 125.000 kWh im Jahr zu senken. Um einen systematischen Projektablauf zu gewährleisten, wurden die Mitarbeiter im Verlauf des Projektes entsprechend geschult. Die von den Mitarbeitern entwickelten Energieeffizienzmaßnahmen wurden dem Vorstand präsentiert und umgesetzt. Schon im ersten Jahr nach der Umsetzung der Maßnahmen konnten die geplanten Energieeinsparungen mehr als verdoppelt werden. In 2007 wurden weitere Maßnahmen umgesetzt. Für 2008 wurde eine Energieeinsparung von 565.000 kWh prognostiziert. Die erarbeiteten Maßnahmen umfassen die Optimierung des Druckniveaus und die Steuerung der betrieblichen Druckluftanlagen, die Optimierung der Beleuchtungsanlagen und die Abwärmenutzung aus Prozesswärme für die Warmwasserbereitstellung. 

Projektbeschreibung (PDF)

Das Unternehmen hat seit 2001 unter intensiver Einbeziehung der Mitarbeiter ein weitreichendes Paket an Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt und diese kontinuierlich weiterentwickelt. Nach einer systematischen Bestandsaufnahme vorhandener Potenziale wurden unter anderem umfangreiche Energieeffizienzmaßnahmen im Bereich der Beleuchtung sowie beim Maschinenpark umgesetzt. Zahlreiche Verbesserungen der Betriebsorganisation konnten den Energieverbrauch weiter reduzieren. Die Mitarbeiter wurden in die Umsetzung der Handlungsschritte konsequent eingebunden und motiviert, den Prozess zu unterstützen. Dies führte im Ergebnis zu Energieeinsparungen in Höhe von 33 Prozent bzw. ca. 2.173.700 kWh  pro Jahr.

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2007

Die Weidmüller Interface GmbH & Co. KG beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit der Optimierung des Energieeinsatzes in der Produktion und in der Verwaltung. Im Rahmen des Neubaus und der Erweiterung der Galvanikabteilung wurden die Tauchsieder zum Beheizen der Bäder durch eine heizungswasserseitige Beheizung ersetzt. Die Wärme für die Bäder, welche ein Temperaturniveau von 35-65°C benötigen, wird ganzjährig durch ein erdgasbetriebenes Brennwert-Blockheizkraftwerk (BHKW) bereitgestellt. Da die vorhandene Brennwert-Kesselanlage außerhalb der Heizperiode abgeschaltet wurde, erfolgte die Bereitstellung von Warmwasser außerhalb der Heizperiode elektrisch. Die Abwärme des BHKWs kann nun zusätzlich ganzjährlich für die Beheizung des Warmwassers genutzt werden. Durch die Installation einer Wärmerückgewinnungsanlage kann die Abwärme aus der Härterei und der Druckluft-Kompressorstation zur Unterstützung der  Raumwärmeversorgung des Galvanikanbaus genutzt werden.

Projektbeschreibung (PDF)

Die Paderborner Brauerei Haus Cramer KG betrieb zwei Druckluftnetze mit unterschiedlichem Druck, in denen die Kompressoren ineffizient arbeiteten. Ziel des Projektes zur Druckluftsystemoptimierung war es, den Energieverbrauch bei der Drucklufterzeugung zu senken. Dafür wurde mit einer einwöchigen Messung in beiden Netzen zunächst der Energieverbrauch und der Druck- und Mengenbedarf der einzelnen Verbraucher ermittelt. Daraufhin konnte ein an den Bedarf angepasstes optimiertes Druckluftkonzept entwickelt und verwirklicht werden. Die vorher getrennten Druckluftnetze wurden durch das Öffnen von Absperrventilen zu einem gemeinsamen Netz zusammengeschaltet. Damit konnten sowohl das Druckniveau als auch die Drucktoleranzen gesenkt werden. Eine übergeordnete Steuerung und ein 75 kW Schraubenkompressor mit einer elektronischen Drehzahlregelung wurden installiert. Dieser Kompressor arbeitet ohne Leer - laufanteil und hat einen deutlich besseren Wirkungsgrad als die alten Kompressoren. Die Steuerung sorgt für eine verbrauchsabhängige Drucklufterzeugung.

Projektbeschreibung (PDF)

Die METRO Group Asset Management GmbH & Co. KG betreut das Einkaufszentrum Walzmühle in Ludwigshafen. Die technischen Anlagen zur Beheizung, Belüftung und Klimatisierung des 1999 übernommenen Centers Walzmühle waren größtenteils deutlich überdimensioniert und nicht am tatsächlichen Bedarf ausgelegt. Dies betraf die Zu- und Abluftanlagen als größten Verbraucher an Heizwärme und Klimakälte und die geplanten Versorgungssysteme zur Beheizung (über Fernwärme) und Klimatisierung (über Turbo-Kaltwassersätze). Auch konnten die Anlagen trotz moderner Mess-, Steuer- und Regelungstechnik im Objekt in Normal- bzw. Schwachlastzeiten nicht auf das niedrigere Bedarfsniveau heruntergeregelt werden.

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