Smart Green Goal - Mit intelligentem Lastmanagement zur Klimaneutralität

Mondas GmbH und badenova WÄRMEPLUS GmbH & Co. KG

Mithilfe der IoT-Plattform der Mondas GmbH kann die Abwärme der Cerdia Produktions GmbH über ein Nahwärmenetz zur Beheizung des neuen Stadions des Bundesligisten SC Freiburg, der Messehallen Freiburg und weiterer Gebäude genutzt werden.

Abnehmer Wärmenetz: Stadion des Bundesligisten SC Freiburg; Foto: Wallny, FWTM

Beteiligte Unternehmen

Mondas GmbH und badenova WÄRMEPLUS GmbH & Co. KG

Projektstandort

Industriegebiet Freiburg-Nord

Branche

IT - Branche

Eingesetzte Technologien

Integration industrieller Wärme in Nahwärmenetz und Steuerung mittels IoT - Plattform

Energieeffizienz

Geplante Abwärmenutzung: bis zu 5.000 MWh

Prognostizierte CO2-Einsparung

Geplant: 1.200 Tonnen CO2/a

Investitionen

Ca. 4,7 Millionen

Amortisationszeit

(ink. Förderung) ca. 16 Jahre

Förderprogramme

Förderung bei ITG mbH & Co. KG beantragt

 

Im Zentrum des Projekts steht die Cerdia Produktions GmbH (Cerdia) im Industriegebiet Freiburg-Nord. Bei den Produktionsprozessen entsteht Abwärme. Zur Kühlung der Produktionsprozesse nutzt das Chemieunternehmen bisher Brunnenwasser, das anschließend wieder rückgekühlt und in einen Bach eingeleitet wird. Mit dem Projekt Smart Green Goal ist geplant, die Abwärme (48 °C) auszukoppeln und in ein Nahwärmenetz einzuspeisen. Dafür wurde auf dem Gelände der Cerdia bereits eine Übergabestation errichtet. Der Energiedienstleister badenova WÄRMEPLUS GmbH hat das Nahwärmenetz errichtet. Hauptabnehmer ist das fertiggestellte Stadion des Bundesligisten SC Freiburg (Übergabestationen für Gebäude und 3 Rasenheizungen). Weitere Abnehmer sind die Messehallen der Messe Freiburg, mehrere Verwaltungsgebäude, ein Forschungsinstitut und ein Autohaus. Da die Abnahmestruktur komplex ist, wird die Wärmeverteilung über die IoT-Plattform von Mondas gesteuert, die sich bereits in mehreren Klimaschutzprojekten bewährt hat. Die Algorithmen berechnen die individuelle Wärmelast der Abnehmer in Echtzeit voraus. Bei drohender Überschreitung der vertraglich fixierten 6 MW-Leistungsgrenze werden Maßnahmen zur Lastverschiebung veranlasst. Von der Software werden sowohl Daten aus Wettervorhersagen, Veranstaltungs- und Spielplänen (Messe, Stadion) sowie Betriebszeiten verarbeitet. Weiterhin fließen Messwerte der kundenseitigen Wärme-Übergabestationen wie Wärmeleistung, Wärmemenge, Betriebstemperaturen und Betriebsrückmeldungen mit in die Berechnung ein. Bei einem Wärmebedarf größer als 6 MW kann als Notreserve die Abwärme des Dampfkondensats der Cerdia und ein Bestandskessel der Messe zur Wärmeversorgung genutzt werden. Durch das Lastmanagement soll die Reserve unangetastet bleiben, womit Mehrkosten für die Abnehmer vermieden werden. Abwärme-Netz und IoT-Plattform werden im Herbst 2021 in Betrieb genommen.

Übersicht Intelligentes Lastmanagement

Übertragbarkeit

Grundsätzlich kann der Ansatz der Nutzung Industrieller Abwärme auf jedes Wärmenetz übertragen werden. Ebenfalls auf Industrieabwärme, die bisher noch nicht genutzt werden konnte, da z. B. die Temperaturen für zu niedrig befunden wurden.

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