Hofmann & Vratny: fossilfreie Beheizung und Kühlung von Gebäuden und Produktion

Das bayrische Unternehmen gewinnt den 1. Preis in der Kategorie "Von clever bis digital! Die Bandbreit der Energieeffizienz". Die durch die Maßnahmen erreichte Energieeinsparung am Standort Aßling liegt bei sechs Prozent.

Das bayrische Unternehmen hat ein Konzept entwickelt, das energieeffiziente und umweltfreundliche Methoden zum Beheizen und Kühlen kombiniert, so dass es ohne Heizungskessel und fossile Brennstoffe auskommt. Um das zu ermöglichen, wurde eine durchgängige Gebäudedämmung installiert und die vier Werke des Unternehmens über Wärmeleitungen verbunden, damit Wärme und Kälte übertragen werden können. Gleichzeitig stellte das Unternehmen die Beheizung auf Niedertemperatur um. Dies ermöglichte zusätzlich die Nutzung von Abwärme. Für eine präzise Herstellung der Werkzeuge ist eine gleichbleibende Umgebungstemperatur von 25 °C notwendig. Die dafür erforderliche Belüftung wurde mittels Kreuzstrom-Wärmetauscher energieeffizient umgesetzt. An sehr warmen Tagen im Sommer wird die Kälteerzeugung durch einen Flächen-Erdkollektor unterstützt. Alle Aufenthalts-, Büro- und Sanitärräume werden in der Heizperiode durch die Abwärme des Druckluftkompressors und die zur Kühlung eingesetzte Absorptionskältemaschine beheizt. Überschüssige Wärme wird in einem Pufferspeicher gelagert und in der Nacht und bei höherem Bedarf genutzt. Bei kalten Außentemperaturen wird durch die Nutzung des Prinzips der freien Kühlung die Kälte für alle Werke besonders energieeffizient bereitgestellt. Überschüssig gewonnene Kälteenergie wird in einem Kältespeicher gelagert.

Zur optimalen Energieausnutzung wurde eine Steuerung eingebaut, die die Betriebsweise alle Energiespeicher und -verbraucher aufeinander abstimmt.