Bio-Solar-Nahwärmeversorgung - Gimbweiler (Rheinland-Pfalz)

Nahwärmeversorgung Birkenfeld GmbH

Gimbweiler wurde zum Bioenergiedorf. Die 86 Gebäude des Dorfes der Verbandsgemeinde Birkenfeld sind von Heizöl auf eine zu 100% erneuerbare Wärmeversorgung umgestiegen. Das Zusammenspiel aus Solarthermie, Photovoltaik und regionaler Biomasse ermöglicht die kontinuierliche Versorgung mit grüner Energie.

Pufferspeicher der Bio-Solar-Nahwärmeversorgung

Beteiligtes Unternehmen

Nahwärmeversorgung Birkenfeld GmbH

Projektstandort

Gimbweiler (Rheinland-Pfalz)

Branche

Maschinenbau / Heizung / Effizienztechnologien

Eingesetzte Technologien

Nahwärmenetz (Trasse 4,4 km), Solarthermie (21% der Wärme) und regionaler Biomasse, Photovoltaik (73 kW), 2 Pufferspeicher à 50 m³, Batteriespeicher (78 kWh) zur Eigenverbrauchsoptimierung

Energieeffizienz

Senkung des Energieverbrauchs um 320.000 kWh/a

CO2 Einsparung

580 t CO2e/a

Investitionen

5.591.077 €

Amortisationszeit 7 bis 8 Jahre (aus Sicht der Verbraucher)
Förderprogramme BMU-Förderung aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative; Land RLP-Förderung aus Mitteln des Förderprogramms ZEIS; KfW-Förderprogramm 271 Premium

 

In Gimbweiler in der Verbandsgemeinde Birkenfeld hat die Nahwärmeversorgung Birkenfeld GmbH (NVB) die Ausschreibung zur Errichtung eines Bioenergiedorfes gewonnen und dieses geplant und gebaut. Die Nahwärmeversorgung erfolgt zu 100 % erneuerbar auf Basis von Solarthermie, Photovoltaik und regionaler Biomasse. Das neu errichtete Nahwärmenetz, an das 86 Gebäude angeschlossen sind, ist von Heizöl auf Erneuerbare Energie (Biomasse, Solarthermie) umgestellt worden. Alle Heizölkesselanlagen wurden durch indirekte Wärmeübergabe-stationen mit Anschluss an ein Nahwärmenetz ersetzt. Hydraulischer Abgleich und Differenzdrucksteuerung mit niedrigen Volumenströmen ermöglichen eine hohe Temperaturspreizung zwischen Vor- und Rücklauf. Ein Energiemanagementsystem sorgt für eine kontinuierliche Fernsteuerung und Überwachung der Energieverbräuche. Eine Besonderheit ist auch die integrierte PV-Anlage zum weitgehend CO2-freien Betrieb der Heizzentrale (Umwälzpumpen). Die Finanzierung des Projekts wurde durch drei Förderprogramme (vom Bund und vom Land) unterstützt. Für die Realisierung hat der Bewerber zahlreiche Hindernisse gelöst: Die Überzeugung der Bewohner, die Gestaltung der Unternehmens- und Betreiberform des Nahwärmenetzes, vergaberechtliche Probleme sowie die Finanzierung des Eigenanteils der Ortsgemeinde. Hervorzuheben ist das jahrelange Engagement des Gimbweiler Energieteams mit Altbürgermeister Martin Samson an der Spitze, das zahlreiche Widerstände und auch Rückschläge zur Realisierung des Projektes für die Gemeinde überwunden hat. Das Projekt wurde in Kooperation mit dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) am Umweltcampus der Birkenfelder Hochschule umgesetzt.

Pufferspeicher der Bio-Solar-Nahwärmeversorgung

Übertragbarkeit:

Das Projekt steht beispielhaft für viele Gemeinden im ländlichen Raum und ist dort gut übertragbar, soweit eine entsprechende Finanzierung realisiert werden kann.

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